ALL DIE GANZEN JAHRE…

ALL DIE GANZEN JAHRE…

13 GLÖCKNER UND IHRE FEUCHTE TRAINERIN Die Wasserratten von links: Trainerin Nina David, Walter Martin, Rüdiger David, Jens Rücker, Peter Bonertz, Dieter Berghorn, Markus Linhart, Markus Bibo, Oliver Mertens und Dirk Burkhard Die Nichtschwimmer (oben) von links: Karlheinz Kohl, Stefan Keim, Jens Keim und Detlev Gehrke
Als langjähriger Berichterstatter unserer HeXenzeitung schaut man gerne auch mal in die älteren Ausgaben unserer HeXenpost, um zu sehen was uns so vor zehn Jahren umgetrieben hat. Und nicht selten versinkt man dann in den Artikeln früherer Jahre und längst Vergessenes bewegt plötzlich die Gedanken. An den „jugendlichen Bildern der Akteure“ erkennt man, dass die Zeit auch vor uns nicht Halt gemacht hat. Dabei sieht man es schon im alltäglichen Leben: Viele Mädels, die zu Beginn des neuen Jahrtausends die „HeXengarde“ gründeten, haben heute bei Begegnungen im Supermarkt ihre Kinder an der Hand. Der Zeitablauf hat auch Auswirkungen auf unsere „Boygroup“. Nach den Maßstäben des damaligen Arbeitsministers Blüm haben wir heute bereits vier Mitglieder, die zu jener Zeit die Voraussetzungen einer Alters- bzw. Frühverrentung erfüllt hätten. Aber das kommt für die Mitglieder der Glöckner natürlich nicht in Frage. Auch wir passen uns den Verschiebungen im Renteneintrittsalter an! Gleichzeitig basteln wir weiter an der Erneuerung unserer Gruppe auf dem Fundament jahrelang erworbener Fertigkeiten im Bereich des anspruchsvoll grazilen Tanzes! Deshalb haben wir auch wieder tolle Neuzugänge zu verzeichnen.
Als erstes Männerballett überhaupt, vermelden wir in diesem Jahr (als eine Abwandlung des Mutter/Kind-Turnens unseres Sportvereins) Vater und Sohn beim gemeinsamen Auftritt in unserem Männerballett. Liebevoll nennen wir die Beiden „Keim und Keimling“. Darüber hinaus verfügen wir über einen weiteren Erbacher Neuzugang. Oliver M. geboren und aufgewachsen, wohnhaft und arbeitend in Erbach ist ab jetzt ein weiteres Mitglied unserer Vereinigung der schönen Künste. Es handelt sich somit bei Oli um einen sogenannten „Vollbluterbacher“. Mit dieser Mannschaft haben wir im September 2016 das Training aufgenommen. Im November stand unser gemeinsames Wochenendtrainingslager an. Sicher wird unsere Trainerin Nina, bis zu unseren Auftritten, neben den regelmäßig stattfindenden Trainingseinheiten noch ein paar Sonderübungsstunden festlegen. Wir fiebern gemeinsam dem Tag entgegen, an dem wir auf der großen HeXensitzung um Euren Applaus kämpfen dürfen…bis die Hallendecke abhebt und den Blick zu den Sternen freigibt! Bevor wir jetzt aber in Euphorie verfallen und zu Übertreibungen neigen, schauen wir in unsere alten HeXenzeitungen, sind dankbar für die vergangenen Jahre in unserem Verein und freuen uns auf das, was wir in Zukunft gemeinsam erleben dürfen. DG

Männerballett 2015/2016

Männerballett 2015/2016

VOLLGAS-TRAININGSLAGER!

Freitagnachmittag (am Arbeitsplatz)

Die Mitglieder unserer „Vereinigung der schönen Künste“ schauen am Ar- beitsplatz nervös auf die Uhr. Schon am Morgen in der Frühe haben Sie sich tränenreich von ihren Frauen verabschiedet. Denn dieses Wochenende wird anders, als all die Anderen!

Sie verlassen vorzeitig ihre Arbeitsplätze und begeben sich auf die Auto- bahn in Richtung Süden. Denn heute Abend beginnt unser Wochenend-Trainingslager. Es geht –wie schon seit Jahren- an einen der schönsten Flecken in der südlichen Pfalz, auf die Ludwigshöhe nach Edenkoben.

Das Reiseziel/der Trainingsstandort An diesem expo-

nierten Standort hatte nicht nur Ludwig I, König von Bayern, seinen Sommersitz (Anmerkung der Redaktion: den man übrigens auch noch heutzutage besichtigen kann), nein, auch der südwestdeutsche Fußballverband hat hier seine Ausbildungsstätte.

Hier trainieren die Fußballmannschaften der Südwestauswahl und hier fin- den alle theoretischen Unterweisungen des Südwestens in Sachen Fuß- ball statt. Und auch wir genießen hier schon seit einigen Jahren Gastrecht!

Hier haben auch schon die Weltmeister von 1954 trainiert (Bilder in den Fluren berichten davon), die ja bekanntlich mehrheitlich aus den Reihen des 1. FC Kaiserslautern stammten. Unser aktueller Weltmeister André Schürrle hat hier die Jugendauswahlmannschaften durchlaufen und ist hier auf einem Mannschaftsbild der B-Jugend (zusammen mit Kevin Trapp, der Torhüter der SGE) verewigt.

Im Trainingslager/Freitag-Abend

In Edenkoben angekommen geht es schnell in die Sportklamotten. Im Gast- raum der Sportstätte sammeln sich die ersten Ankömmlinge beim Abend- essen und erwarten dort den Rest der Gruppe. Es verbreitet sich unsere ganz besondere „11 Freunde-Veteranenstimmung!“

Die ist aber schnell vorbei, wenn unsere Trainerin Nina ihren Trainingsplan erläutert. Der sieht nämlich schon ein erstes Training am Abend vor. Wir üben Hebefiguren in einem Nebenraum. Nach dem Duschen treffen wir uns auf ein Freitagabendbier unter freiem Sternenhimmel aus dem Kofferraum eines unserer Fahrzeuge.

Im Trainingslager/Samstag

Der Samstag ist schnell abgehandelt. (Auch wenn keine unserer Ehefrauen uns das je abnehmen wird !!!)

Es wird trainiert, trainiert und nochmal trainiert. Unterbrochen wird das Ganze durch Frühstück, Mittagessen, Kaffeetrinken, Abendessen.

Zur Verfügung steht uns ein Trainingsraum mit einer Spiegelwand. Die zeigt uns ungeschönt unser reifes Lebensalter, das lichter werdende Haar, die das vor unserem geistigen Auge vorstellen! Das Schlimmste aber: Kein Be- wegungsablauf sieht in irgendeiner Weise harmonisch und synchron aus!

Aber dieses Vorgehen gehört zum taktischen Konzept unserer Nina. Also nehmen wir
den Kampf gegen die Spiegelwand auf. Der Schweiß fließt und die Mineralwasserflaschen leeren sich. Morgens gegen 10 Uhr kommen die ersten Wanderer, die uns durch die verglasten Türen beim Training zuschauen. Nach dem Mittagessen geht es kurz nach draußen und wir genießen den Blick von der Anhöhe in die Weite der herbstlichen Pfalz.

Gegen Nachmittag werden die benötigten Pausen von Nina etwas verlän- gert. Kaffee und Kuchen gibt es dann bei laufender Sky-Berichterstattung zur Bundesliga im Gastraum.

Gegen 19 Uhr ist Abendessen und kurz vorher wird das Training beendet. Einige von uns nutzen das Schwimmbad im Haus, mieten die Sauna oder verabreden sich zum Tischkickern. Andere sitzen einfach nur gemütlich bei einem Bier zusammen. Die ersten von uns (Anmerkung der Redaktion: dies ist kein Witz!) liegen gegen 22 Uhr schon im Bett. Den Rest der Gruppe zieht es nochmal auf die Terrasse des Hauses und Sie genießen die Stille der Nacht bei einem Schlummertrunk. Dann ist Schluss für heute…

Im Trainingslager/Sonntag

…. denn es wartet das Frühstück am Sonntag um 7.30 Uhr. Wer zu spät kommt, verpasst den Trainingsbeginn um 8:30 Uhr.

Gegen 11 Uhr zeigt sich, dass wir den Kampf gegen die Spiegelwand auch in diesem Jahr wieder gewinnen können! Nach etwa 12 Trainingsstunden seit Freitagabend sind wir deutlich weiter und die Abläufe sind deutlich flüs- siger als zum Start unseres Trainingslagers.

Gegen 13 Uhr beendet Nina das Training. Wir schleppen uns in die Dusch- räume und treffen uns anschließend zum Mittagessen. Danach geht es auf die Heimreise. Vorher bestimmen wir aber noch einen Treffpunkt, wo wir uns am späten Nachmittag in Erbach auf einen Wein zu einem Resümee unserer Veranstaltung treffen.

Montagmorgen nach dem Trainingslager

Auf dem Weg vom Bett ins Bad nach dem Aufstehen tun so ziemlich alle Knochen weh und man weiß zu diesem Zeitpunkt nicht so recht, wie man die bevorstehende Arbeitswoche meistern soll. Aber eines ist klar: Am kommenden Donnerstag steht das nächste Training an!

Samstag-Abend 7. Februar 2015 so gegen Mitternacht!

Dieser Termin ist das Ziel unsere Anstrengungen! Dazwischen liegen noch einige Volldampf-Trainingseinheiten und einige Sonderschichten kurz vor den Auftritten. Es liegt an Euch zu beurteilen, ob wir den Kampf gegen die Spiegelwand gewonnen haben. Überzeugt Euch selbst!

Wir werden wieder alles geben wenn es endlich wieder heißt:
„ und die HeXe fliegt!“